Amtseid des/der Bundeskanzler(s/in) und der Bundesminister/innen. Die Bundesminister/innen müssen denselben Amtseid wie der/die Bundeskanzler/in sowie der/die Bundespräsident/in leisten: „Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe".

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Scheldegerstenmühle in Burhave


1740 erhielten die Windmüller Johann Hinrich Carsten aus Waddens die Konzession zum Bau "einer geschälten Gersten-, Perlgraupen- und Grützmühle in der Vogtey Burhave". Die Windmühle ging 1740 in Betrieb. Sie war der erste Galerieholländer in der Wesermarsch und leitete den Wechsel von der Bockwind- zur Holländermühle ein. Carsten nutzte mit dem Schäl- bzw. Pellgang, der den Roggenmüllern fehlte, eine Marktlücke, die durch die Sturmflut von 1717 entstanden war. Da der Großteil des Großviehs ertrunken war, wurde Raps und Gerste angebaut, die den hohen Salzgehalt des Bodens vertrugen und für die Herstellung von Grützwurst und Graupensuppe gebraucht wurden. Die nächste Graupenmühle stand in Varel. Carsten war mit der Konzession eine Konkurrenzklausel zugebilligt worden, wonach innerhalb von zwei Oldenburger Meilen niemand "eine dergleichen große Mühle" erbauen durfte. Als 1780 der Müller aus Ellwürden eine Mühle mit Pell- und Weizenmahlgang innerhalb der 2-Meilen-Grenze bauen wollte, wurde ein Vergleich geschlossen, der der damaligen Eigentümerin einen Abstand von 1500 Reichstalern in Gold zusprach und weitere 100 Rtl., falls die Burhaver Mühle keine Erlaubnis für einen eigenen Weizengang erhalten sollte.

Nach mehreren Eigentümerwechseln wurde die Mühle 1850 vom Blitz getroffen, war aber mit 5960 Rtl. versichert und wieder instandgesetzt. 1867 erwarb Hein-Eduard Eymers die Mühle. 1900 schlug wieder ein Blitz ein. Eymers ließ die Mühle mit zwei Windrosen und Jalousieflügeln wieder aufbauen. Der letzte Müller vor dem 2. Weltkrieg war Gustav Janssen aus Eckwarden. Er betrieb die Mühle mit Windkraft und Dampfmaschine. Um 1945 verlor die Mühle Flügel und Galerie. Bis 1968 betrieb der Müller Max Schwarzrock Mühle und Futtermittelhandel. 1968 erwarb der Wichernstift aus Gnderkesee den Mühlenbesitz und nutzte ihn als See-Ferienheim. 1969 wurden Kappe und Mühlentechnik demontiert, 2002 Mühle und Grundstück verkauft. Das Müllerhaus, südl. der Mühle gelegen, wurde abgerissen. Auf dem ehemals zur Mühle gehörenden Grund und Boden steht heute eine Siedlung "Zur alten Mühle". 2004 Neubau der Galerie, Renovierung und Umbau zum Wohngebäude.

Wohnung: nur Außenbesichtigung.

Der vorstehende Text wurde in Teilen der Webseite Niedersächsiche Mühlenstraße entnommen.

Burhave Scheldegerstenmühle

Burhave Scheldegerstenmühle_01_2880
Burhave Scheldegerstenmühle_02_2880

Burhave Scheldegerstenmühle

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Stand: 18.05.2018